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Megatrend von Morgen: Urbanisierung.

Megatrend von Morgen: Urbanisierung.

Megatrend von Morgen: Urbanisierung.

Megatrend von Morgen: Urbanisierung

Wieviel Dichte verträgt die Stadt? Sind graue Betonwüsten alternativlos? Eine Herausforderung und Chance.

Megatrends sind in aller Munde; viele schon seit etlichen Jahren, denken wir z.B. an den demografischen Wandel und die Digitalisierung. Noch länger bewegt uns das Thema Klima und der Umgang mit Ressourcen.

Ergänzt werden sie um die Megatrends von Morgen, die da heißen: zunehmende Urbanisierung, Leben und Arbeiten, Mobilität und künstliche Intelligenz.

Dabei erstaunt es wenig, dass alle Trends sich gegenseitig bedingen bzw. beeinflussen. Leben und Arbeit sowie Mobilität führen zur Urbanisierung; der demografische Wandel trägt dazu bei, dass die Landbevölkerung auch ohne vermehrten Zuzug in Schwarmstädte und Metropolen schrumpft.

Nach aktuellen Zahlen der Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen leben heute 55 Prozent der Weltbevölkerung in Städten – also mehr als jeder Zweite! Zum Vergleich: 1950 war es gerade mal jeder Dritte. Und der Stadt-Boom hält an. Bis 2050 werden dieser Studie zufolge voraussichtlich mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten leben. 

Unwahrscheinlich, dass Deutschland 2050 aus Megacities besteht, aber dennoch ist auch hierzulande von einer weiteren Bevölkerungsverdichtung in den Städten und Agglomerationsräumen auszugehen.

Eine Herausforderung für Stadtplaner und Architekten. Aber auch eine Chance für die Immobilienwirtschaft. „More than bricks“ – Wirkung erzielen mit kreativen neuen Ideen. Fassaden können begrünt werden, vertikale Gärten gegen den horizontalen Platzmangel. Grüne Architektur würde dazu beitragen, dass keine Betonwüsten entstehen und zusätzlich die Luftqualität verbessert wird.

Wieviel Dichte verträgt die Stadt? Ist das wirklich die entscheidende Frage angesichts rückläufiger Besucherzahlen und hohem Einzelhandelsleerstand in vielen Stadtzentren? Den überwiegend monofunktional durch den Einzelhandel geprägten Stadtzentren mit großen Schaufenstern geht im Zeitalter des E-commerce an der ein oder anderen Stelle die Puste aus.

Hier vertragen die Städte neue Einzelhandelskonzepte und mehr Mischnutzung. Zum Beispiel in Form von Co-Working und Co-Living-Konzepten. Gelingt es, Menschen in die Innenstadtzentren zu holen, können auch Aktivitäten zurückgeholt werden. Wenn es gelingt aus monofunktionalen Stadtzentren Sehnsuchtsorte zu machen, müssen wir uns über die Verödung von Fußgängerzonen keine Sorgen machen und haben die Chance im Rahmen der Umplanung zusätzliche grüne Architektur zu schaffen.

Die Digitalisierung hat uns gelehrt, dass die Innovationszyklen immer kürzer werden. Stadtplanung und Immobilienbranche müssen sich dem anschließen. Wir brauchen agile Unternehmen und kreative Köpfe, um die aktuellen und kommenden Veränderungen in Städten als Chance zu begreifen. 

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