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Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick

Was hat die Immobilien- und Wohnungswirtschaft in 2019 beschäftigt und wie sind die Prognosen für 2020? Lesen Sie mehr.

„Bezahlbares Wohnen“ - „Mietpreisbremse“ - „Grunderwerbsteuerreform“- „Enteignungsdiskussion“

Diese und andere Themen rund um Gesetze, Reformen und Proteste haben die Immobilien- und Wohnungswirtschaft im Jahr 2019 bewegt und werden sie auch darüber hinaus beschäftigen.

Die Enteignungsdebatte startete Anfang letzten Jahres durch die Berliner Volksinitiative „Deutsche Wohnen enteignen“ und kämpft für ein Gesetz zur Vergesellschaftung der Wohnungsbestände großer Immobilienunternehmen. In Hamburg gründeten sich Ende des Jahres gleich zwei Volksinitiativen mit dem Ziel, auf städtischen Grundstücken nur noch Sozialwohnungen zu bauen.

Im Sommer 2019 bezeichnete Frank-Walter Steinmeier bezahlbares Wohnen als Existenzfrage und beförderte das Thema endgültig an höchste politische Stelle.

Ökonomen und Spitzenverbände der Wohnungswirtschaft monierten angesichts der Entwicklungen im vergangenen Jahr zu Recht, dass die Debatten in eine falsche Richtung zielen. Ob die im Sommer in Berlin gestartete Rekommunalisierung von Wohnungen eine geeignete Lösung ist, bleibt abzuwarten.

Die Diskussionen werden uns auch in 2020 beschäftigen; dennoch - ungeachtet dessen und vielen Unkenrufen zum Trotz ist die Party auf dem Immobilienmarkt in 2019 weitergegangen.

Die von vielen bereits für 2018 erwartete Zinswende ist nicht eingetreten; im Gegenteil: noch nie waren die Zinsen für Baufinanzierungen in Deutschland so niedrig wie 2019.

Das all-time-low der der Hypothekenzinsen markierten wir Anfang September 2019 mit Zinssätzen für 10jährige Zinsbindungen zwischen 0,5 und 0,6% p.a..

Ein Grund dafür, dass die Kaufpreise für Häuser und Wohnungen zwischen September 2018 und September 2019 um durchschnittlich 4,9 % gestiegen sind, in den Big 7 sogar um 9%.

Auch für 2020 ist die Zinswende abgesagt, denn die Europäische Zentralbank und andere Notenbanken haben ihre Geldpolitik wieder gelockert und für die Eurozone gilt eine Leitzinserhöhung vor dem Jahr 2022 als nahezu ausgeschlossen.

Nie war der Zinserwartungspfad in der Post-Weltfinanzkrisen-Ära flacher.

Die Kaufpreise haben sich schon seit längerer Zeit von Einkommen und Mieten entkoppelt; dennoch ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase in Verbindung mit der positiven Arbeitsmarktsituation von weiter zunehmender Nachfrage nach Wohnraum auszugehen.

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